Screbleu

by sianapoetry

Es ist morgens. Alles ist still in der Wohnung. Im Zimmer ist es noch halb dunkel. Dominique und Gerard liegen rauchend auf ihrer Matratze.

 

Dominique: Warum zwitschern die Vögel noch nicht?

Gerard: Ich weiß nicht. Wie spät ist es?

Dominique: Keine Ahnung. Spät genug um wach zu liegen und früh genug um darüber nachzudenken. Nach einigen Sekunden. Ist es schon hell?

Gerard: Wohl kaum, sonst würden wir nicht im Dunkeln liegen.

 

Langes Schweigen. Man hört nur noch das Atmen der beiden. Nach einiger zeit beginnen die Vögel zu

 

Der Essraum ist hell erleuchtet. Am Tisch sitzen Dominique, Gerard und Freunde. Sie scherzen lachen & rauchen.

 

Bordeaux: Es ist viel zu warum im Zimmer!

Dominique: Mit deinem Peltz ist das auch kein Wunder.

Alle lachen.

Gerard: Wenn wir das Fenster öffnen werden wir erfrieren. Heute Nacht ist es schweine kalt.

Camille: Dann können wir uns Iglus bauen und mit Eisbären kämpfen. Vielleicht bekommen wir dann mal endlich etwas Ordentliches zu essen.

Dominique: Ach scheiße, die Spagetti! Sie springt auf und läuft in die Küche wo die Spagetti überkochen.

Gerard: Warte, ich helfe dir.

Gerard nimmt den Topf und gießt das heiße Wasser und die Nudeln in ein Sieb. Dominique sieht ihr zu.

Gerard: Hol die Sauce.

Dominique leise zu GerardKommandier mich nicht so rum wenn wir Gäste haben.

Gerard sieht sie an.

Gerard: Sie steht in der Speisekammer. Kannst du sie bitte holen?

Dominique schaut sie gleichgültig an. Im Hintergrund das Lachen der Freunde über einen Witz.

Dominique: Gerne. Zu den Freunden rufend. Wer als letzter in der Küche steht bekommt kein Besteck!

 

 

Es ist ruhig im Raum. Leise Musik ist zu hören. Das Zimmer ist mit dumpfem Licht erfüllt. Die Lampen sind mit Tüchern abgehängt. Auf dem Sofa sitzen und liegen Dominique, Gerard und ihre Freunde. Sie rauchen Gras, trinken und geben sich ihren Gedanken hin.

 

Es ist hell im Zimmer. Die Freunde und Gastgeber liegen schlafend auf Boden und Sofa. Im Zimmer herrscht ein heilloses Durcheinander aus Flaschen,  Aschenbecher, Zigarettenstummel, Drogen und anderem. Dominique steht auf, reib sich die Augen und taumelt aus dem Zimmer.

 

Dominique steht im Bad. Sie blickt in den Spiegel. Hinter ihr steht Gerard. Sie führen ein ruhiges Streitgespräch.

 

Dominique: Findest du es abartig, dass ich mich Tag für Tag für Menschen schön mache, die ich niemals treffen werde? Fremde auf der Straße?

Gerard: Das bist nun mal du, so habe ich dich kennen gelernt, und in das habe ich mich auch verliebt. Hättest du nicht diesen ewigen Schönheitswahn, ich hätte dich wohl gar nicht bemerkt.

Dominique: .. Das war jetzt gemein.

Gerard: Nein, das war ehrlich. Du weißt ich würde dich nie anlügen.

Dominique dreht sich zu Gerard um : Ja weiß ich, aber manchmal wäre es mir doch lieber du wärst ein Mädchen wie all die Männer da draußen. Ich denke es wäre leichter für mich, dich in dieser weiße so zu lieben, wie du es erwartest.

 

Gerard blickt Dominique lange an. Dann verlässt sie das Zimmer.

 

Dominique ruft ihr nachIch war nur ehrlich, und das weißt du. Hör auf dich  zu verleugnen und nimm endlich dein Selbst an!

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