Abschiedsbrief

by sianapoetry

Du fehlst hier. Mir. Das ist das Drama des Alleinseins. Nachdenken und fühlen beginnen. Ich vermisse dich. Deine Anwesenheit und die Gewissheit, dass du da bist für mich. Ich wollte dich nicht aus meinem Leben streichen. Ich wollte noch Abschied nehmen. Es fühlt sich so leer an, wenn man plötzlich ganz alleine da steht. Bei dir auch? Ich hasse es, dass ich dich nicht anrufen kann, dir nicht erzählen kann, was passiert ist. Was alles passiert. ich wollte uns nicht einfach so umbringen. Und ich weiß nicht, was mich noch zusammenhält, wenn diese ungewollte Unbeständigkeit kommt und mich frisst. Ist es gut so, wie es ist? Ich glaube nicht, dass ich bereue. Aber ich vermisse dich so schmerzlich. Überall bist du. Aber wo bin ich geblieben? Wollte ich mich nicht selbst finden? Darüber hinweg habe ich uns beide verloren. Du warst so wichtig als fix vorhandenes Ding in meinem Leben. Was ist jetzt noch real. Niemand ist mehr da. Alle weg. Und wenn ich das Alleinsein spüre explodiert alles. Nur noch Wasser. Ich bin nur noch Wasser

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